Staufersaga-Panorama. Schwäbisch Gmünd 2016, Faltblatt 22 Seiten.

Hans Kloss:

Wie das Staufersaga-Panorama entstand

Nach Stauferrundbild und Gmünder Epos ein neues Monumentalwerk

Seit August 2012 porträtierte Hans Kloss sämtliche Mitwirkenden der Staufersaga, eines zum 850. Stadtjubiläum von Schwäbisch Gmünd im Sommer 2012 aufgeführten Freilicht-Schauspiels, auf einem 17 mal 2,8 Meter großen Rundbild mit einer Fläche von über 47 Quadratmetern. Kloss hofft auf ein ähnliches Echo wie beim 2002 eingeweihten Stauferrundbild in Lorch, das inzwischen 750.000 Menschen gesehen haben.


Auf dem Staufersaga-Panorama sind einschließlich der Teilnehmer des Stauferzugs, eines historischen Umzugs anlässlich des Stadtjubiläums, und allen damals im Hintergrund tätigen Helfern rund 1.200 Menschen porträtiert. Hinzu kommen hundert weitere Personen (beispielsweise Reiter im Hintergrund) und über fünfzig Pferde.

Ausschnitt mit etwa einem Viertel des Panoramas.

Im Oktober 2015 wurde das Monumentalgemälde vollendet. Zwei weiße Stellen gibt es aber noch auf dem Rundbild. Dort hat Hans Kloss sich selbst und seine Lebensgefährtin Petra Zwerina gezeichnet. Der Künstler will dies erst in Farbe malen, wenn das Bild an seinem endgültigen Standort angekommen ist, über den aber noch nicht entschieden ist. Kloss erwartet den Umzug an einen zentralen Ort mit ebenerdigem Zugang vor den nächsten Staufersaga-Aufführungen im Sommer 2016.

Die einzige noch nicht mit Farbe ausgemalte Stelle zeigt Hans Kloss und seine Lebensgefährtin Petra Zwerina.

Ein weiteres Rundbild wird es nach Worten von Kloss nicht mehr geben. Nach dem Stauferrundbild im Kloster Lorch war die Staufersaga eine Herkulesaufgabe, der sich der 77-Jährige nicht mehr stellen will: "Es gab Zeiten, da konnte ich nachts nicht schlafen, weil mir die vielen noch zu malenden Portraits vor Augen waren."

Das Atelier im 2. Obergeschoss in der Grät am Marktplatz 7 in Schwäbisch Gmünd im Panoramamuseum Schwäbisch Gmünd zu besichtigen.


Das Staufersaga-Panorama startet

Atelierbesuch am 20. März 2013

Atelierbesuch am 12. September 2013

Atelierbesuch am 16. Mai 2014

Atelierbesuch am 14. Februar 2015


Vorgeschichte

Die monumentale Open-Air-Bühnenkulisse bei der aus staufischer Zeit stammenden Johanniskirche für die im Sommer 2012 in Schwäbisch Gmünd mit über 1.000 Laienschauspielern aufgeführte Staufersaga. – Video der Generalprobe am 27. Juni 2012

Schon vor der Aufführung der Staufersaga entstand die Idee für eine spätere Darstellung auf Leinwand. Zunächst dachte man aber nicht an die Abbildung sämtlicher Akteure, sondern an ein Szenenbild des Open-Air-Theaterstücks. Und nicht an ein Rundbild in der Grät, sondern ein monumentales Werk im Rathaus. Das Bild sollte die komplette Rückwand des Sitzungssaals ausfüllen. Dies erwies sich aber als nicht praktikabel, weil sich Malerei und regelmäßige Nutzung des Sitzungssaals ausschlossen.

Die Grät schräg gegenüber vom Rathaus hat sich inzwischen als idealer Arbeitsplatz entpuppt. Ob das Bild, das nicht aus öffentlichen Mitteln, sondern ausschließlich durch Sponsoren finanziert wird, dort im zweiten Obergeschoss bleiben wird, ist noch offen. Besser wäre es nach Ansicht des Künstlers, das Werk in die Ausstellung Schwäbisch Gmünder Epos im ersten Obergeschoss der Grät zu integrieren.

Das Rundbild sollte ursprünglich bis zur Landesgartenschau 2014 fertig werden. Dann wurde jedoch entschieden, dass es eine der Gmünder Innenstadt-Attraktionen während der Landesgartenschau sein sollte, Hans Kloss bei der Realisierung des Monumentalbildes zusehen zu können.

Die Arbeit stellte sich ohnehin aufwändiger dar, als zunächst angenommen. Die weit über tausend Personen werden drei Mal bearbeitet: Zunächst als Bleistiftzeichnung, dann mit Tusche und schließlich in Farbe. Hans Kloss befindet sich längst in der dritten Phase. Anfang 2015 fehlten nur noch rund hundert Porträts. Spätestens vor der nächsten Aufführung der Staufersaga im Jahre 2016 wird das fertige Werk offiziell präsentiert.

Das Staufersaga-Panorama ist inzwischen offizieller Teil des Schwäbisch Gmünder Epos in der Grät am Marktplatz 7.

Für nur zwei Euro ein anderthalb Meter langes Faltblatt mit einer fotografischen Reprodukktion der Schwarzweiß-Entwurfzeichnung. Diese Zeichnung unterscheidet sich erheblich von dem ursprünglichen Erstkonzept.


Das Staufersaga-Panorama startet

Am 7. August 2012 bauen Handwerker im zweiten Obergeschoss der Grätdas leere Rundbild aus zwölf Elementen auf. Damit entsteht ein Werk von 16,5 Metern im Kreis, zweieinhalb Meter hoch.

Die Foto Schweizer GmbH hat alle Beteiligten honorarfrei fotografiert, von jedem zwei Papierfotos angefertigt und sie Hans Kloss übergeben.

Mit dem Bleistift zeichnet Kloss das Porträt eines Ritters vor. Im zweiten Schritt zeichnet er die Konturen, wie bei dem Pferd und den Personen links unten bereits geschehen, mit dem Tuschestift nach.


Atelierbesuch am 20. März 2013

Atelierbesuch am 12. September 2013

Atelierbesuch am 16. Mai 2014

Atelierbesuch am 14. Februar 2015

Website von Hans Kloss