Hans Kloss:

Schwäbisch Gmünder Epos

Nach dem Stauferrundbild in Lorch ein neues Monumentalwerk

Das Schwäbisch Gmünder Epos entstand zum 850. Stadtjubiläum und umfasst fünfzehn Episoden aus der Stadtgeschichte von Schwäbisch Gmünd. Es ist im ersten Obergeschoss der "Grät" zu besichtigen. Kloss arbeitete von Mai 2009 bis Ende 2012 an diesem Werk.


Die Ausstellung mit den Bildern von Hans Kloss zur Gmünder Stadtgeschichte befindet sich im ersten Obergeschoss der Grät am Marktplatz 7 in Schwäbisch Gmünd.

Zum Epos gehört auch ein Bild der Heiligen Drei Könige in einem tresorartigen Raum im ersten Obergeschoss sowie inzwischen auch das Staufersaga-Panorama im zweiten Obergeschoss, das 2015 fertiggestellt wurde.


König Konrad III.

Der Stauferkönig gilt als Gründer der Stadt, die an der Mündung des Waldstetter Baches in die Rems liegt. Im Hintergrund die Burg Hohenstaufen (links) und das Kloster Lorch (rechts).

Die Gmünder Ringsage

Agnes, die Frau des ersten Stauferherzogs Friedrich I. von Schwaben, hat der Sage nach ihren goldenen Ehering verloren. Als dieser im Geweih eines erlegten Hirsches entdeckt wurde, soll sie am Fundort die Johanniskirche gestiftet haben. Im Hintergrund die Burg Hohenstaufen (links) und das Remstal mit dem Kloster Lorch (rechts).

Die Gmünder Legende von den Heiligen Drei Königen

Der Sage nach sollen die Reliquien der Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg von Mailand zum Kölner Dom, wo sie bis heute in einem Schrein aufbewahrt werden, für eine Nacht in der Grät untergebracht worden sein.

König Konrad (Konradin) vor der Johanniskirche

Weihnachten 1266 verbrachte Konradin in Gmünd, bevor er nach Italien zog, wo er 1268 in Neapel enthauptet wurde.

Der Neubau der Stadtkirche (Münster)

Die romanische Vorgängerkirche des Heilig-Kreuz-Münsters wurde im 14. Jahrhundert in eine gotische Hallenkirche umgebaut. Peter Parler war mit dem Neubau des hier noch bestehenden romanischen Chors beauftragt.

Aussätzigenspital St. Katharina

Außerhalb der Stadtmauern wurde 1356 im Westen von Gmünd eine Kapelle für Kranke und Aussätzige gestiftet, die sich zu einem Hospital entwickelte.

Vor dem alten Rathaus

Im 16. Jahrhundert befand sich ein Fachwerk-Rathaus auf dem oberen Marktplatz. Rechts der große Chor der Johanniskirche, die im 15. Jahrhundert gotisiert worden war und erst im 19. Jahrhundert wieder in den heutigen romanischen Zustand zurückgebaut wurde.

Die Schlacht von Waldstetten

Am 1. September 1449 stürmten die Gmünder die rechbergische Burg auf dem Eichhölzle in Waldstetten. Auf dem Rückweg wurden sie aber vom Rechberger und württembergischen Truppen in eine Falle gelockt. Dieses Fiasko war das letzte militärische Unternehmen der Gmünder.

Die gescheiterte Reformation von Schwäbisch Gmünd

Der Rat der Stadt ließ 1529 sieben unbeugsame Widertäufer hinrichten. Man sieht sie links durch das Fenster des Sitzungssaales im Rathaus. – Rechts der Reformator Andreas Althammer, verheiratet mit einer Gmünder Bürgertochter, der ein bedeutender Humanist und Reformer war.

Die Apocalypse

Die apokalyptischen Reiter über dem Johannisplatz im 16. Jahrhundert. Im Vordergrund die Gmünder Maler Jörg Ratgeb (links) und Hans Baldung Grien (rechts).

Schwäbisch Gmünd um 1770

Ende des 17. Jahrhunderts kamen Schlittenfahrten in Mode. Hier ein Blick vom Lindenfürst hinunter auf Gmünd. Auf dem Schlitten die Gattin von Franz Achilles Stahl, rechts ein Rosenkranzverkäufer mit Familie.

Gmünder Goldschmiede

Die Gold- und Silberschmiede waren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Gmünd. Ein Kaufmann betritt die Werkstatt und wird vom Meister ehrerbietig begrüßt. Gesellen feilen und hämmern. Links werden einer reichen Dame Schmuckwaren angeboten.

St. Salvator

Die Salvatorkirche entstand Anfang des 17. Jahrhunderts. – 1858 wurde beschlossen, die Remstalbahn von Stuttgart über Gmünd nach Nördlingen zu bauen. Am 29. Juni 1861 traf die erste Dampflok in Gmünd ein.

Jugendstil-Stadtbad

1901 wurde in der Klösterlestraße ein Hallenbad im Jugendstil errichtet. 1974 wurde der Abriss beschlossen, heute gibt es dort Parkplätze. Laut Kloss erreichte "der architektonische Vandalismus der 1970er Jahre hiermit seinen Höhepunkt."

Gmünder Kunstmarkt

1968 veranstalteten die jungen Künstler den 1. Gmünder Kunstmarkt und schockierten die Bevölkerung. Auch nach dem 2. Kunstmarkt im Jahre 1969 schlugen die Wellen hoch. Es sind zu erkennen: Eckhart Dietz, Ed Sommer, Walter Giers, Arnulf Letto, Edith Wahlandt, Hans Kloss und Oberbürgermeister Hansludwig Scheffold.

Die Heiligen Drei Könige

Das Bild hängt gegenüber der Ausstellung in einem tresorartigen Raum. Hier sollen der Sage nach die Reliquien der Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg von Mailand zum Kölner Dom, wo sie bis heute in einem Schrein aufbewahrt werden, für eine Nacht untergebracht worden sein.


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