Panoramamuseum Schwäbisch Gmünd

Staufersaga-Panorama und Gmünder Epos gemeinsam präsentiert

Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat im Sommer 2016 in der Grät am Marktplatz das "Panoramamuseum Schwäbisch Gmünd" vorbereitet, in dem das über 47 Quadratmeter große Staufersaga-Panorama sowie großformatige Bilder von Hans Kloss zur Stadtgeschichte präsentiert werden.

Die Grät am Marktplatz 7 ist das große Fachwerkhaus in der Bildmitte. Sie stammt in ihrem Kern aus der Stauferzeit, ist eines der ältesten Gmünder Häuser und diente als Rathaus, Schultheißensitz und Kaufhaus. Hier sind die Monumentalbilder von Hans Kloss ausgestellt. – Im Bild links das barocke Rathaus und rechts die romanische, stauferzeitliche Johanniskirche. Der Marktplatz von Gmünd gilt als einer der schönsten Plätze Süddeutschlands.

Laut einem Bericht der Gmünder Tagespost vom 8. April 2016 hat der Stadt-Pressesprecher Markus Herrmann damals die Flächen in der Grät neu geordnet und sich mit dem Künstler Hans Kloss über ein Panoramamuseum abgestimmt.

Dem Pressebericht nach hatte es im Vorfeld Überlegungen gegeben, auf dem im südlichen Deyhleareal angedachten Stauferareal auch das Staufersaga-Panorama unterzubringen. Das habe sich aber ebenso zerschlagen wie eine Unterbringung im Erdgeschoss des Rettenmayer-Gebäudes am Rathaus, das inzwischen an ein Sportfachgeschäft vermietet ist.

Inzwischen ist das neue Panoramamuseum realisiert und entsprechend beschildert. Es hat zwei Schwerpunkte: Zum einen das von Kloss im Oktober 2015 fertiggestellte Staufersaga-Panorama, zum anderen seine großformatigen Gemälde des Schwäbisch Gmünder Epos, die zum 850. Stadtjubiläum im Jahre 2012 entstanden. Außerdem ist dort das monumentale Irene-Triptychon zum Gedenken an den 800. Todestag von Königin Irene von Byzanz im Jahre 2008 zu sehen.

Eine Firma, die bisher einen Teil des ersten Stocks der Grät angemietet hatte, ist 2016 ausgezogen. Dadurch kann das Staufersaga-Panorama vom zweiten in den ersten Stock in einen freigewordenen Raum direkt neben den dortigen Ausstellungsräumen des Gmünder Epos umziehen. Vom östlichen Ausstellungsraum wird ein Eingang zum angrenzenden Raum mit dem Panorama geschaffen. Das Irene-Triptychon kommt in den westlichen Raum, in dem Kloss auch schon bisher ein Atelier hat. – Damit sind die Werke dann endgültig integriert.

Die durch den Umzug leeren Räume im zweiten Stockwerk und ein durch den Auszug der Firma ebenfalls freigewordenes Büro im ersten Stockwerk werden künftig vom Kulturamt genutzt.

Anfang Februar war die Vorbereitung des neuen Raumes für das Staufersaga-Panorama im ersten Stock voll im Gange. Der Raum, in dem Netzwerk-Schaltschränke der Stadt standen, ist leer geräumt. Durch die Tür blickt man in die Räume, in denen die Gemälde des Schwäbisch Gmünder Epos hängen. – Als nächstes wird der Raum in Schwarz gehüllt, damit keine Reflexe den Blick auf das Rundbild stören. Danach werden die einzelnen Segmente des Rundbilds aus dem zweiten Stock heruntergebracht und neu zusammengebaut. Zum Schluss wird Hans Kloss die Nahtstellen unsichtbar machen.

Bisher sind die Ausstellungsräume in der Grät nur samstags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Wie die Schwäbische Post am 25. Februar 2017 berichtete, sind die künftigen Öffnungszeiten ganzjährig von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr, montags ist geschlossen. Für das Museum sollen keine Eintrittsgelder verlangt, aber Spenden angenommen werden.

Im März 2017 werde das Panoramamuseum nach dem Aufbau des Rundbild in seinem endgültigen Zustand offiziell starten. Der genaue Termin steht laut dem Pressebericht noch nicht fest.

Das Panoramamuseum wird dann Teil einer Museumsmeile in der Gmünder Innenstadt, zusammen mit dem Museum im Prediger, dem geplanten Schattentheater-Museum, der Ott-Pauserschen Fabrik, dem Schulmuseum im Klösterle und der Galerie des Kunstvereins im Kornhaus.

Die einzige im Staufersaga-Panorama noch nicht farbig ausgemalte Stelle: Hans Kloss und seine Lebensgefährtin Petra Zwerina.

Hans Kloss wird, sobald das Staufersaga-Panorama seinen endgültigen Standort erreicht hat, noch einmal zu Pinsel und Farbe greifen, denn zwei Porträts im Staufersaga-Panorama sind noch nicht farbig ausgemalt: Das des Künstlers und das seiner Lebensgefährtin Petra Zwerina. Für den Maler diente dies als stetige Erinnerung daran, sich für einen adäquaten Standort einzusetzen.

Website von Hans Kloss