Kloster Lorch. Das Luginsland befindet sich an der Klostermauer rechts im Bild.

Luginsland im Kloster Lorch

Wohnsitz von Hans Kloss / Installation bei der Remstal Gartenschau 2019

Seit dem Jahr 2000 wohnt Hans Kloss, inzwischen zusammen mit seiner Lebensgefährtin Petra Zwerina, in einem kleinen Gebäude an der südlichen Ringmauer des Klosters Lorch. Dieses wurde bereits 1756 als "Observations- oder Wachthäuschen" bezeichnet. Es diente vermutlich zur Überwachung des Verkehrs der unterhalb gelegenen Fernhandelsstraße und wird heute "Luginsland" genannt.

Hans Kloss: Luginsland im Kloster Lorch,
Kolorierte Tuschezeichnung, 2017.

Logo der Remstal Gartenschau 2019.

Luginsland im Sommer 2017.

Modell des Nylon-Überwurfs.

Der 130 Quadratmeter große Überwurf wird aus einzelnen Elementen zusammengesetzt, die mit einem drei Millimeter starken wetterfesten Nylonfaden gehäkelt werden.

In Baden-Württemberg werden in den Jahren zwischen den alle zwei Jahre ausgetragenen Landesgartenschauen sogenannte "Kleine" Gartenschauen veranstaltet.

Remstal Gartenschau 2019

Das Einmalige im Jahre 2019 ist, dass sich sechzehn Städte und Gemeinden im Remstal, darunter auch Lorch, zu einer derartigen Gartenschau zusammengetan haben.

16 architektonische Unikate

Jeder dieser sechzehn Orte wird sich mit einem architektonischen Unikat in Szene setzen.

In Lorch wird das Luginsland einen weißen Überwurf aus wetterfestem Nylon erhalten. Das Konzept dazu stammt von dem Architekturbüro Hild und K Architekten BDA in München.

130 qm großer Nylonüberwurf

Das Luginsland wird für die Dauer der Remstal Gartenschau 2019 einer Verwandlung unterzogen: 205 Tage lang entzieht eine textile Installation das Häuschen der direkten Sichtbarkeit.

Mit dem Ende der Gartenschau wird der weiße Überwurf aus wetterfestem Nylon für weitere zehn Jahre als Pendant zum Luginsland etwa fünfzig Meter westlich aufgestellt.

Der 130 Quadratmeter große textile Überwurf auf einem Unterbau soll handgefertigt sein. Er wird aus unterschiedlichen Einzelelementen zusammengesetzt werden, die die Lorcher selbst von Hand häkeln können: beispielsweise die direkten Nachbarn aus der Heimstiftung Kloster Lorch, Schüler der Stadt Lorch, aber auch Mitglieder von Vereinen und Freiwillige jeder weiteren interessierten Institution.

Testphase mit 3-mm-Nylonfaden

Anfang 2018 startete die Erprobungsphase mit dreizehn Lorcherinnen, koordiniert von Julia Kranzer im Rathaus Lorch. Getestet wird, ob sich der drei Millimeter dicke weiße Nylonfaden zum Häkeln eignet, wobei drei unterschiedlich dicke Nadeln verwendet werden, und ob damit die erforderliche Menge an Einzelteilen hergestellt werden kann.

Die Hülle wird aus vielen Einzelstücken zusammengesetzt werden. Sobald genügend Muster angefertigt sind, kommt es zum Treffen mit den Architekten. Zwischen Mai und Oktober 2018 soll der Überwurf fertiggestellt werden, wobei über die bisherigen Beteiligten hinaus eine breite Beteiligung der Lorcher Bevölkerung notwendig sein wird. In einer gemeinsamen Aktion werden diese Einzelteile dann zusammengeführt.


Hild und K Architekten BDA

Remstal Gartenschau 2019

Website von Hans Kloss