Kloster Lorch. Das Luginsland befindet sich an der Klostermauer rechts im Bild.

Luginsland im Kloster Lorch

Wohnsitz von Hans Kloss / Installation bei der Remstal Gartenschau 2019

Seit dem Jahr 2000 wohnt Hans Kloss, inzwischen zusammen mit seiner Lebensgefährtin Petra Zwerina, in einem kleinen Gebäude an der südlichen Ringmauer des Klosters Lorch. Dieses wurde bereits 1756 als "Observations- oder Wachthäuschen" bezeichnet. Es diente vermutlich zur Überwachung des Verkehrs der unterhalb gelegenen Fernhandelsstraße und wird heute "Luginsland" genannt.

Hans Kloss: Luginsland im Kloster Lorch,
Kolorierte Tuschezeichnung, 2017.

Weißer Überwurf aus wetterfestem Nylon.

Bei der Remstal Gartenschau 2019 wird das Gebäude einen weißen Überwurf aus wetterfestem Nylon erhalten. Das Konzept dazu stammt von dem Architekturbüro Hild und K Architekten BDA in München.

Sechzehn Städte und Gemeinden werden sich bei der "Kleinen" Gartenschau vom 10. Mai bis 20. Oktober 2019 jeweils mit einem architektonisches Unikat die Landschaft in Szene setzen. Für Lorch ist das Büro Hild und K zuständig.

Das Luginsland wird für die Dauer der Remstal Gartenschau 2019 einer Verwandlung unterzogen: 205 Tage lang entzieht eine textile Installation das Häuschen der direkten Sichtbarkeit. Mit dem Ende der Gartenschau wird der weiße Überwurf aus wetterfestem Nylon für weitere zehn Jahre als Pendant zum Luginsland etwa fünfzig Meter westlich aufgestellt.

Der textile Überwurf auf einem Unterbau soll handgefertigt sein. Er wird aus unterschiedlichen Einzelelementen zusammengesetzt sein, die die Lorcher selbst von Hand häkeln oder stricken können: beispielsweise die direkten Nachbarn aus der Heimstiftung Kloster Lorch, Schüler der Stadt Lorch, aber auch Mitglieder von Vereinen und Freiwillige jeder weiteren interessierten Institution. In einer gemeinsamen Aktion werden diese Einzelteile dann zusammengeführt.


Hild und K Architekten BDA

Remstal Gartenschau 2019